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September-Schwerpunkt: Vom Plan zur Praxis

Der Artikel des letzten Monats mit dem Titel „Den Schulstart nachhaltig gestalten: Sommerplanung für eine nachhaltige berufliche Bildung“ ermutigte Berufsbildungseinrichtungen, den August für Reflexion, Planung und Zielsetzungen zu nutzen. Jetzt, da der September beginnt und die Schüler:innen in die Klassenzimmer zurückkehren, ist der Moment gekommen, diese Pläne durch den Whole Institution Approach (Ganzheitlicher Schulansatz) in gelebte Realität zu verwandeln. Nachhaltigkeit soll nicht nur in Visionen oder Sommeraufgaben bestehen. Dies kann jeden Aspekt des Schullebens betreffen – in der Schulleitung, im Unterricht, in der Ausstattung, in außerschulischen Partnerschaften und in der inneren Schulkultur.

Lehrkräfte, die aus der Sommerpause zurückkehren, können diese Zeit nutzen, um ihre Lehrpläne mit den im Sommer definierten Nachhaltigkeitszielen abzugleichen. Sei es durch die Integration grüner Module in bestehende Kurse, die Organisation von Fortbildungen für das Kollegium oder durch einfache Infrastrukturinitiativen – wie das Monitoring des Energieverbrauchs oder die Wiederbelebung von Schulgärten – jede Maßnahme zählt. Technik- und Verwaltungsteams können Änderungen, die während der Sommerpause vorbereitet wurden, umsetzen oder weiterentwickeln und dafür sorgen, dass Verbesserungen wie energieeffiziente Beleuchtung oder Abfallsammelsysteme funktionsfähig sind. Der Whole Institution Approach lädt Schulen dazu ein, diese betrieblichen, pädagogischen und kulturellen Veränderungen als miteinander verbunden zu betrachten – und genau dort entfaltet sich die wahre Wirkung.

Gerade zu Beginn des Schuljahres ist es wichtiger denn je, eine gemeinsame Vision zu schaffen. Wenn Schüler:innen, Lehrkräfte, Schulverwaltung und externe Partner die im Sommer gesetzten Ziele verstehen – und wenn Rollen und Verantwortlichkeiten klar sind – entsteht schnell eine starke Dynamik. Schulen, die ihr außerschulisches Umfeld aktiv einbinden, lokale Partnerschaften nutzen und Nachhaltigkeit im Schulalltag sichtbar machen, vertiefen nicht nur das Lernen, sondern verstärken auch ihre Wirkung in Sachen Nachhaltigkeitsbewusstsein. Indem erste Initiativen in die Tat umgesetzt werden, können Berufsbildungseinrichtungen den Schritt von der Planung zur gelebten Nachhaltigkeit vollziehen – Nachhaltigkeit, die nicht nur gelehrt, sondern auch praktiziert und langfristig gepflegt wird. So bereiten sie nicht nur ihre Lernenden, sondern ganze Institutionen auf die Grüne Transformation vor – und machen Nachhaltigkeit zu etwas, das täglich gelebt, gesehen und gemeinsam gestaltet wird.