Lernende entwickeln eigene Geschäftsideen und verbinden Entrepreneurship mit nachhaltigen Lösungen.
Beteiligte:
Lernende
Lehrkräfte und Nachhaltigkeitsbeauftragte
Eltern und Familien
Vor Ort ansässige Unternehmen und Nachbarschaftsintitiativen
Beschreibung der Aktivität
Im Rahmen dieses Projekts gründeten Lernende eigene Lernendenfirmen mit dem Ziel, umweltfreundliche und nachhaltige Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu entwickeln. Die Initiative basiert auf praxisorientiertem Lernen und ermutigt junge Menschen, sich durch unternehmerisches Handeln aktiv mit Nachhaltigkeitsfragen auseinanderzusetzen. Einige Gruppen entwarfen beispielsweise wiederverwendbare Einkaufstaschen aus Textilresten oder entwickelten Zero-Waste-Lunchbox-Sets, um Einwegplastik im Schulalltag zu reduzieren.
Darüber hinaus beschäftigten sich die Lernenden mit weiteren nachhaltigen Geschäftsideen, etwa mit Naturkosmetik aus regionalen Zutaten, Nachfüllstationen für Reinigungsmittel oder Lernspielen zum Thema Klimawandel. Dabei konnten sie ihre Kreativität, Teamfähigkeit und Problemlösungskompetenz stärken und zugleich erfahren, wie nachhaltige Geschäftsmodelle in der Praxis funktionieren.
Durch die Arbeit in ihren Lernendenfirmen schärften die Teilnehmenden das Umweltbewusstsein sowohl innerhalb der Schule als auch in der lokalen Gemeinschaft. Sie präsentierten ihre Produkte auf regionalen Märkten und Nachhaltigkeitsmessen und tauschten sich mit internationalen Partnerschulen über grüne Geschäftsideen aus. Auf diese Weise sammelten sie wertvolle praktische Erfahrungen im Bereich nachhaltiges Unternehmertum und trugen dazu bei, eine umweltbewusstere Schulkultur zu fördern.
Ein Team von zwölf Lernenden einer technischen Sekundarschule in Bratislava entwickelte Devecol, eine smarte und interaktive App, die Gemeinschaften zu Müllsammelaktionen mobilisieren soll. Die App motiviert Nutzer:innen, Müll zu sammeln, und fördert so gesellschaftliches Engagement und Umweltverantwortung. Für ihr Projekt erhielten sie den UniCredit Foundation Re-Power Your Future Award beim Gen-E 2024 Festival in Catania, Italien.
https://jaeurope.org/european-youth-elevate-their-communities-through-entrepreneurship/
Victor Magaud, Master-Student an der ESSEC Business School, initiierte Phytopolis, ein Projekt, das städtische Räume mithilfe der sogenannten Arborikompostierung in grüne Oasen verwandelt. Diese Technik kombiniert oberirdisches Pflanzen mit Recycling organischer Abfälle und ermöglicht so Pflanzenwachstum an Orten, an denen traditionelles Einpflanzen im Boden nicht möglich ist. Seit Mai 2024 wurden 17 Arborikomposter-Designs eingeführt, die verschiedenen Institutionen und öffentlichen Flächen in Frankreich zugutekommen.
https://www.ft.com/content/767f0d8a-9584-42c2-a160-3564eef8039b"utm
Eine Gruppe von Lernenden gründete in Lettland das Unternehmen Care to Smile, das umweltfreundliche Bambuszahnbürsten herstellt. Ihr Ziel ist es, Plastikmüll zu reduzieren und nachhaltige Mundhygieneprodukte zu fördern. Durch die Verbindung von Umweltbewusstsein und Unternehmergeist ist es ihnen gelungen, ein Produkt zu entwickeln, das gesundheitlichen und ökologischen Belangen gerecht wird.
https://nordregio.org/publications/care-to-smile-a-sustainable-high-school-student-company/
Wirkung
Größere Sichtbarkeit der Nachhaltigkeitsziele der Schule
Entwicklung umweltfreundlicher Geschäftsideen
Entwicklung unternehmerischer Fähigkeiten
Stärkung der Kultur des Umweltschutzes
Gemeinschaftliches Engagement und Öffentlichkeitsarbeit
Tipps für die Umsetzung
Starten Sie klein und mit engem Fokus
Bauen Sie das Thema Umweltschutz/Nachhaltigkeit in den Unterricht ein
Ermutigen Sie Lehrkräfte zum Mitmachen
Fördern Sie Teamwork und die Übernahme von Eigenverantwortung durch die Lernenden
Kooperieren Sie mit ortsansässigen Expert:innen und Unternehmen